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eigene Filme
   
         

“2h41min - How To Portrait The Work Of An Artist”

Wie portraitiert man eine Künstlerin, einen Künstler? Oder genauer: wie hält man einen künstlerischen Arbeitsprozess mit filmischen Mitteln fest? Wie lässt sich Kunst auf die Leinwand transferieren, ohne dabei ihre Ausstrahlung zu verlieren?
“2h41min - How To Portrait The Work Of An Artist” ist der erste Schritt einer als langfristig angelegten filmischen Versuchsanordnung. Jede Künstlerin, jeder Künstler wird – entsprechend der eigenen künstlerischen Arbeitsweise – eine neue dokumentar-filmische Herangehensweise bedingen.

Judith Kerndl zeichnet mit Fineliner auf großformatigem Papier. Tagelang zieht sie sich dafür in ihr Atelier zurück. Ihre Aufmerksamkeit verlässt dabei kaum den Millimeterraum über dem weißen Blatt. Der Fineliner wird nur abgesetzt, wenn Judith in kurzen Momenten des Reflektierens einige Schritte zurück macht, um das große Ganze ins Blickfeld zu nehmen.
Wir mussten also den Filmschnitt über Bord werfen. Jede Zäsur, jede Verkürzung der Zeit wäre eine Falschaussage zu Judith’s Arbeitsprozess. Dafür haben wir der Kamera eine Choreographie im Raum erlaubt, sie darf schwingen zwischen
dem weißen Blatt Papier, dass sich immer mehr mit schwarzen Strichen füllt, und dem arbeitenden Körper der Künstlerin. Und der Ton schwingt mit. Judith Kerndl hat zwei Stunden und einundvierzig Minuten an ihrem Bild gearbeitet.

 

“2h41min - How To Portrait The Work Of An Artist”

Konzept und Regie: Dominique Gromes und Attila Boa
Kamera: Attila Boa
Kamera-Assistenz: Andreas Hagemann
Ton und sound mixing: Klaus Gstettner
Grading: Ulli Grimm
Produktion: Rabbit Film Wien

161 Minuten, 2018

Der Film befindet sich gerade in Postproduktion

 

     
     
   
 


“Effi-Hasi - Der Film vom Theatermachen

“Das Theater an der Effingerstrasse” liegt unscheinbar an einer vielbefahrenen Strasse in der Schweizer Bundesstadt Bern, eingeklemmt zwischen einer Pizzeria und einem Frisörsalon. Es ist ein Theaterhaus, dass es so schon fast gar nicht mehr gibt: mit einem klaren Bekenntnis zum Gefühlstheater und vorwiegend auf die eigenen Einnahmen angewiesen. Subventionen aus öffentlicher Hand gibt es kaum noch. Die beiden Theaterleiter, die längst in Pension sein könnten, wollen den Kampf jedoch nicht aufgeben.

Der Film begleitet drei Inszenierungen durch die Zeit ihres Enstehens:
Regisseur Gilles Tschudi kämpft gegen das Aufführungsverbot seiner Adaption von Max Frisch’s "Homo Faber" und gleichzeitig um die Inspiration seines Hauptdarstellers.
Uwe Schönbeck, ehemaliger Operntenor, hadert mit seiner Gesundheit und dem Erlernen des Instruments für Patrick Süskind’s “Der Kontrabass”.
Und der Theaterleiter Markus Keller findet die Tragödie nicht nur in “Romeo und Julia auf dem Dorfe” sondern auch in der anstehenden Budgetplanung.

Das “Effi-Hasi” ist der kleine, ausgestopfte Feldhase, der vor Jahren als Requisit in das “Theater an der Effingerstrasse” geraten ist und nun in der Schauspieler-Garderobe an der Wand hängt. Dort hat der Hase schon viele Höhen und Tiefen des Theaterlebens miterlebt.
Ein Jahr lang haben wir mit SchauspielerInnen und Regisseuren, mit den Theaterleitern und den TheatermitarbeiterInnen in den Garderoben, den Probebühnen und auf Premierenfeiern verbracht. So entstand ein intimer Blick auf die Sorgen und Nöte eines kleinen Theaterbetriebs, auf die Schwierigkeiten des Schauspielerlebens - und es wurde die viele, harte Arbeit sichtbar, die es braucht, um jeden Abend punkt acht Uhr den Vorhang hochgehen zu lassen.

 

 

 

"Effi-Hasi - Der Film vom Theatermachen"

Idee und Konzept: Hannes Stark
Kamera und Regie: Attila Boa
Schnitt und Regie: Dominique Gromes
Musik: Tristan Schulze
Mischung: Peter Rösner
Produktion: Rabbit Film Bern/Wien

98 Minuten (TV-Fassung 50 Min.), 2013

www.effi-hasi.ch