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eigene Filme
   
         

“2h35min - how to portrait the work of an artist”

Wie portraitiert man eine Künstlerin, einen Künstler? Wie hält man einen künstlerischen Arbeitsprozess mit filmischen Mitteln fest? Wie lässt sich Kunst auf die Leinwand transferieren?

Judith Kerndl zeichnet mit Fineliner auf großformatigem Papier. Tagelang zieht sie sich in ihr Atelier zurück. Ihre Aufmerksamkeit verlässt dabei kaum den Millimeterraum über dem weißen Blatt. Der Fineliner wird nur abgesetzt, wenn Judith in kurzen Momenten des Reflektierens einige Schritte zurücktritt, um das große Ganze ins Blickfeld zu nehmen.

"2h35min" bezeichnet jene Dauer, in der die Kamera die junge Künstlerin beim Zeichnen beobachtet, real-time, ohne Schnitt, mit allen Störungen und Vorkommnissen des Alltags. Mit einer Kamerafahrt, die knapp vor der Leinwand beginnt und sich in zweieinhalb Stunden langsam und unmerklich davon entfernt. Auf der Tonspur die Live-Vertonung des elektronischen Musikers Jakob Schauer, die im Kopf der Künstlerin zu spielen scheint.

"2h35min" beschäftigt sich mit der Grundfrage filmischen Dokumentierens: Wie verhält sich der Blick der Kamera zum realen Blick auf die Wirklichkeit?

 

“2h41min - How To Portrait The Work Of An Artist”

Konzept und Regie: Dominique Gromes und Attila Boa
Sound design: Jakob Schauer

Kamera: Attila Boa
Kamera-Assistenz: Andreas Hagemann
Tonaufnahme: Klaus Gstettner
Color Grading: Ulli Grimm
Produktion: Rabbit Film Wien

155 Minuten, 2018

     
     
   
 


“Effi-Hasi - Der Film vom Theatermachen

“Das Theater an der Effingerstrasse” liegt unscheinbar an einer vielbefahrenen Strasse in der Schweizer Bundesstadt Bern, eingeklemmt zwischen einer Pizzeria und einem Frisörsalon. Es ist ein Theaterhaus, dass es so schon fast gar nicht mehr gibt: mit einem klaren Bekenntnis zum Gefühlstheater und vorwiegend auf die eigenen Einnahmen angewiesen. Subventionen aus öffentlicher Hand gibt es kaum noch. Die beiden Theaterleiter, die längst in Pension sein könnten, wollen den Kampf jedoch nicht aufgeben.

Der Film begleitet drei Inszenierungen durch die Zeit ihres Enstehens:
Regisseur Gilles Tschudi kämpft gegen das Aufführungsverbot seiner Adaption von Max Frisch’s "Homo Faber" und gleichzeitig um die Inspiration seines Hauptdarstellers.
Uwe Schönbeck, ehemaliger Operntenor, hadert mit seiner Gesundheit und dem Erlernen des Instruments für Patrick Süskind’s “Der Kontrabass”.
Und der Theaterleiter Markus Keller findet die Tragödie nicht nur in “Romeo und Julia auf dem Dorfe” sondern auch in der anstehenden Budgetplanung.

Das “Effi-Hasi” ist der kleine, ausgestopfte Feldhase, der vor Jahren als Requisit in das “Theater an der Effingerstrasse” geraten ist und nun in der Schauspieler-Garderobe an der Wand hängt. Dort hat der Hase schon viele Höhen und Tiefen des Theaterlebens miterlebt.
Ein Jahr lang haben wir mit SchauspielerInnen und Regisseuren, mit den Theaterleitern und den TheatermitarbeiterInnen in den Garderoben, den Probebühnen und auf Premierenfeiern verbracht. So entstand ein intimer Blick auf die Sorgen und Nöte eines kleinen Theaterbetriebs, auf die Schwierigkeiten des Schauspielerlebens - und es wurde die viele, harte Arbeit sichtbar, die es braucht, um jeden Abend punkt acht Uhr den Vorhang hochgehen zu lassen.

 

 

 

"Effi-Hasi - Der Film vom Theatermachen"

Idee und Konzept: Hannes Stark
Kamera und Regie: Attila Boa
Schnitt und Regie: Dominique Gromes
Musik: Tristan Schulze
Mischung: Peter Rösner
Produktion: Rabbit Film Bern/Wien

98 Minuten (TV-Fassung 50 Min.), 2013

www.effi-hasi.ch